Pilotstudie zur Anwendung der VaKoFang

 

Um die Anwendung der VaKoFang und deren Eigenschaften zu testen, wurde im Sommer 2025 eine umfangreiche Pilotstudie organisiert.

Teilgenommen haben erfahrene Imker/innen.

- 5 Imker/innen vom Imkerverein Havixbeck und Umgebung e.V. - 

- 8 Imker/innen aus dem Landesverband Nordrhein-Westfälischer Buckfast-Imker e.V. -

Landesverband  Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V.

- Bienenkunde der LWK Münster -

Beprobt wurden ca. 140 Bienenvölker.

 

Die Leitung der Studie, wissenschaftliche Auswertung und Veröffentlichung übernahm

Dr. Marika Harz, Leiterin der Abteilung Bienenkunde an der Landwirtschaftskammer Münster.

Als Koordinator stand Werner Gerdes zur Verfügung.

 

Die Ausrüstung sollte den Probanden kostenlos als Entschädigung für den Arbeitsaufwand zur Verfügung gestellt werden.

Die GdeB (Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker) ermöglichte uns mit großartigen Spenden den Kauf der VaKoFang-Konstruktionen.

 

Im Mai 2025 fand in der LWK ein Info Treffen für alle Teilnehmer statt. Besprochen wurde die folgende To-do-Liste zur Durchführung der Studie.

 

 

Mit einer Pilotstudie sollen natürlich nicht nur die Erfolge dargestellt werden, sondern auch Schwachstellen klar benannt werden, um diese abzustellen:

 

Folgende Schwachstellen und Probleme haben sich ergeben:

 

mangelnde Eilage der Königinnen im Sperrabteil

 

Bei der Planung wurde davon ausgegangen, dass die Königinnen im Sperrabteil, auf den Kunststoff Mittelwänden Eier legen, die aber nicht aufgezogen werden können da der Raum zu eng ist.

 

Die meisten Königinnen folgten unseren Vorstellungen nicht.

 

Nach intensiver Recherche sind wir aber überzeugt, dass die Eilage im Sperrbereich nicht erforderlich ist. Die Königin nimmt keinen Schaden und beginnt nach der Freilassung direkt wieder zu legen.

 

 

schlechter Ausbau der Anfangsstreifen durch verzögerten Beginn.

 

Die Bienenkunde an der LWK Münster arbeitete die Protokoll Formulare zum Speichern aller zu erhebenden Daten vor. Leider verzögerte sich die Ausgabe an die Probanden bis zum 23. Juni. Ich hatte aber empfohlen, die Königinnen bereits bei Anfang der Linden Blüte in den Sperrbereich zu geben. Da die Linde in 2025 außergewöhnlich früh zu blühen begann, war die Tracht beim Einsatz der VaKoFang schon zu Ende. 

In Folge dessen wurden die Anfangsstreifen in den Fangbereichen kaum ausgebaut. Selbst mit flüssiger Fütterung trat keine Besserung des Bautriebs ein. 

Im Ergebnis fürchteten die Teilnehmer, dass die Königinnen in den Fangbereichen kaum legen können.

 

ein Beispiel für den mangelhaften Ausbau der Anfangsstreifen in den Fangbereichen.

 

Am Tag 28 war nur der Bereich mit verdeckelten Zellen ausgebaut und wurden bestiftet.

 

Die leeren Zellen wurden erst nach dem Freilassen der Königin ausgebaut.

mangelhafter Einbau der Absperrgitter.

 

wie zu sehen, sind die Schrauben am Gitter auf dem Fangbereich zu stark angezogen und vergrößern den Durchgang.

 

Jede eingesperrte Königin wird diese Möglichkeit zur Flucht finden.

 

Kunststoff Absperrgitter dehnen sich auf Grund der Wärme im Bienenstock aus.

 

Das obere Gitter ist korrekt eingebaut.

 

Bei dem unteren Gitter wurde der Haken zu eng gesetzt. Dadurch wölbt sich das Gitter .

 

fehlerhaft gefertigte Absperrgitter.

 

Dem Hersteller der VaKoFang Wabe wurden mangelhafte Absperrgitter geliefert. Die Abstände der Stege waren um bis zu 0,4 mm zu weit. 

Schlanke Königinnen konnten leicht durchschlüpfen.

 

Im Bild oben ein korrektes Absperrgitter mit normgerechtem Abstand von 4,2 mm.

Unten eines der mangelhaften Gitter mit bis zu 4,6 mm weiten Maschen. Zur Kontrolle empfiehlt sich ein 4,3mm Stahlbohrer, dessen Schaft darf nicht zwischen die Stege passen.

 

zu kleine oder zu schlanke Königinnen.

 

In Gesprächen mit Kollegen von außerhalb bestätigte sich der Verdacht, dass durch unsachgemäße Aufzucht zu kleine, nicht voll ausgebildete Königinnen gehalten wurden. 

 

Wenn Königinnen nicht aus jüngsten Maden gezogen werden, ist nicht gewährleistet, dass sie sich optimal entwickeln. Diesen Königinnen fehlen ein oder zwei Tage der Pflege und Ernährung mit Gelee Royal.

Auf Grund der zu kurzen Entwicklungszeit schaffen es solche "Krüppel" durch ein Absperrgitter zu gelangen.

 

 

die meisten Probanden haben aus solchen Gründen frustriert die Studie abgebrochen.

 

Da die Studie noch nicht abgeschlossen ist, liegen von den verbliebenen erfolgreichen Anwendungen noch keine offiziellen Daten und Analysen vor, da auch die kommende Überwinterung noch einbezogen werden soll.

 

Aus dem Grunde kann ich zur Zeit (03.12.25) nur die bisher von mir selbst erhobenen Daten vorlegen.