Der Inhalt dieser Seite liegt als Manuskript dem "DEUTSCHEN Bienen-JOURNAL" vor.

Im  DEUTSCHEN Bienen-JOURNAL 3 / 2012 wurde auf Seite 36 Auszüge meines Manuskriptes gedruckt.
Leider konnte auch in dieser Ausgabe angeblich aus Platzgründen nicht der gesamte Entwurf wiedergegeben werden.

Durch gezielte Auswahl und teilweise geänderte Formulierungen verschiedener Abschnitte entsteht im Großen und Ganzen ein aus meiner Sicht leider sehr verzerrter Eindruck.

Damit Sie sich selbst ein objektives Bild meines Beitrags machen können hier das komplette Manuskript

 

Manuskript


* Erweiterung:  
Im Frühjahr werden die Völker nach dem Reinigungsflug auf die dann unbedingt notwendige Wabenzahl eingeengt. Im ersten Arbeitsgang wird der Boden gereinigt, nicht besetzte Waben entnommen, Waben mit Futterresten zum Auslecken hinter das Schied gehängt und das Bodengitter geschlossen.
Durch richtiges Anpassen des Brutraums können
die Bienen nach meiner Erfahrung ihr Wohnzimmer“ besser klimatisieren, die Völker entwickeln sich im Frühjahr besser.
Bei einsetzender Tracht erweitere ich mit Mittelwänden, Baurahmen und dem ersten Honigraum. Da wenig Pollen eingelagert wird entwickelt sich kaum Schwarmlust.


* Wanderung:
Sicher wiegen die einzelnen Zargen bei Magazinen mit geteiltem Brutraum weniger. Aber ganz im Ernst: Wer trägt die Zargen beim Wandern schon einzeln? Mit einer Sackkarre lassen sich die Dadantbeuten hervorragend bewegen.
Die Honigräume werden natürlich nicht abgenommen. Der Lehrraum neben dem Schied im Brutraum wird von den Bienen als Trommelraum genutzt.


* Honigqualität und -ernte:
Ganz wichtig ist für mich, das Honig nur aus unbebrüteten Waben geerntet wird. Bei Magazinen mit gleichem Wabenmaß im Brut- und Honigraum tauschen auch nicht alle Imker die Waben. Aber bei Dadant kommt niemand in Versuchung, außerdem sind die Halbzargen als Honigraum leichter zu heben. Die Bienen füllen sie schneller, so dass sich Sortenhonige leichter gewinnen lassen.

* Wabenhygiene:
Varroa Mittel die Rückstände verursachen sind für mich passe’. Im Honigraum verwende ich die Waben mehrere Jahre ohne hygienische Bedenken. Die Brutwaben verbleiben max. 3 Jahre im Volk.

* Varroabekämpfung:
Wollte man mit Ameisensäure behandeln, so würden die Verdunster direkt auf das Brutnest gestellt. Das geht, wie die Erfahrung vieler Kollegen zeigt. Da ich die Varroabehandlung mit der Erneuerung der Königin verbinde und so zum Sommerende einen brutfreien Zeitraum habe, ist das jedoch gar nicht nötig. Etwas Oxalsäure reicht dann aus.

* Umweiseln und Völker verstärken:
Schwächlinge werden im Frühjahr komplett zu Ablegern aufgelöst und mit einer schlupfreifen Zelle neu beweiselt. Um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen gleiche ich in der Frühtracht unterschiedlich starke Wirtschaftsvölker durch tauschen besetzter Honigräume aus. Natürlich kann ich auch Dadant Bruträume zur besseren Entwicklung eines Schwächlings, durch Absperrgitter getrennt, übereinander stellen.

*Spättrachten:
Der Brutraum wird erst nach der Spättracht mit Mittelwänden aufgefüllt. Da sich in den Völkern bereits junge vitale Königinnen befinden pflegen diese bis in den Herbst umfangreiche Brutnester, die kaum Platz für die Ablagerung von Honig im angepassten Brutraum lassen. Dadurch erübrigt sich ein Schleudern der großen Brutwaben.

*Wissenschaftliche Beweise:
Leider wurden nach meinem Wissen nie neutrale Vergleiche angestellt, bei denen auch die Betriebsweise und Eigenheiten verschiedener Bienenherkünfte berücksichtigt wurden. In diesem Zusammenhang stelle ich mir z.B. die Frage: kann ein „Wissenschaftler“, der unter seinem Namen bestimmte Beuten bewirbt ein völlig anderes System neutral beurteilen?

Im Deutschen-Bienen-Journal 10 / 04 erklärt Gerd Stämmler zum ungeteilten Brutraum: ....Das Volk entwickelt sich besonders im Frühjahr schneller und hat effektiv mehr Bienen.......
Zu denken gibt mir auch, daß mittlerweile alle führenden Beutenhersteller Ihre Systeme mit 1 ½ hohen Bruträumen und entsprechend großen Rähmchen anbieten.

*Aussichten:
Im Interesse der nächsten Imker Generationen hoffe ich, dass alle dazu beitragen, offen, ehrlich, und kameradschaftlich die wichtigsten Themen in der Imkerschaft Biene-Beute-Betriebsweise zu diskutieren. Angefangen in den Vereinen, über Verbände, Bieneninstitute und Wissenschaft bis hin zu den Fachzeitschriften.