Unsere Bienen

Begründung für die Wahl unserer Bienenrasse:

Üblicherweise wurde bis in die 90er Jahre angeblich die Rasse Carnica flächendeckend in unserer Gegend gehalten.

Da sich jedoch viele Imker nicht an der Zucht und der damit verbundenen intensiven Auslese beteiligten, hatten wir leider keine optimalen Bedingungen für eine zufriedenstellende Bienenhaltung. Die Vermehrung der Völker erfolgte fast ausschließlich über natürliche Schwärme.

1990 bekamen wir von einem bekannten Imker eine Zuchtkönigin.

Von den guten Eigenschaften dieser Königin waren wir total begeistert. Noch im gleichen Jahr nachgezogene Töchter dieser Königin zeigten im folgenden Jahr die gleichen guten Eigenschaften.

 

 

  • Die Entwicklung der Völker ging im Frühjahr schneller voran, als man es bis dahin gewohnt war.

 

  • Im Mai kam keines dieser Völker in Schwarmstimmung.
     
  • Bereits die Frühjahrs Ernte brachte überdurchschnittliche Erträge.

Das Schönste an dieser Linie aber war die Friedfertigkeit der Bienen wärend der Bearbeitung. Man brauchte zum ersten mal bei der Arbeit an den Bienen keine Schutzkleidung: weder Schleier noch Handschuhe.


Der Züchter verriet uns dann, dass es sich um eine  Buckfast Königin handelt.

Daraufhin begann ein intensives Studium aller Bücher, die sich mit der Buckfast-Biene, ihrem Züchter Bruder Adam und der damit verbundenen Betriebsweisen befassten.

 

Der Züchter verriet uns dann, dass es sich um eine  Buckfast Königin handelt.

Daraufhin begann ein intensives Studium aller Bücher, die sich mit der Buckfast-Biene, ihrem Züchter Bruder Adam und der damit verbundenen Betriebsweisen befassten.

Zusätzlich wurde ich Mitglied in der Gemeinschaft der Buckfastimker e.V.

 

 

In Veranstaltungen, Seminaren und vielen Reisen zu Züchtern und Berufsimkereien in ganz Europa, die der Buckfast-Gemeinschaft angehörten, lernten wir viele interessierte Kolleginnen und Kollegen kennen, die offen und ehrlich über alle Probleme diskutierten, wie wir es vorher noch nie erlebt hatten.
Insbesondere wurden natürlich die unterschiedlichen Methoden der Carnica- und Buckfast Züchter diskutiert,

 

 

 

Bruder Adam war fest davon überzeugt, dass die ausschließliche Reinzucht der Honigbiene,wie in der Carnicazucht betrieben, zwangsläufig zu Inzuchtproblemen und einer„genetischen Erosion“ innerhalb dieser Rasse führen müsse.

 

 

 

 

Das fanatische Festhalten an der Zucht innerhalb der Rasse Carnica ohne Einkreuzen fremder Linien gibt es nur im Deutsch sprachigen Raum und erinnert leider immer noch stark an unsere "braune Vergangenheit".

 

Die Buckfastbiene ist eine friedliche, schwarmträge Bienenrasse, die bei Verwendung moderner Wirtschaftsweisen (Magazin Beute mit großem Waben-Maß) überdurchschnittliche Erträge bringt.


Ihre besonderen Vorteile gegenüber der Carnica sind ein schneller Aufbau starker Völker und der leicht zu beherrschende Schwarmtrieb. Dadurch ergeben sich über die ganze Saison hinweg schlagkräftige Völker, die einen guten Honigertrag bringen.


Bei entsprechender Betriebsweise unter Verwendung anpassungsfähiger Beuten lässt sich die Buckfast gegenüber anderen Rassen schneller und einfacher bearbeiten.

 

Nicht ohne Grund halten die meisten Berufsimker, die vom Ertrag ihrer Bienenvölker leben müssen, heute die nach den Grundsätzen Bruder Adams gezüchteten Buckfast Bienen.

Glücklicherweise tritt bei der heute zwangsweise auftretenden Verkreuzung beider Rassen keine übermäßige Neigung zur Stechlust auf,

wie sie z.B. in den 1960er Jahren bei der Umstellung der sogenannten Landrasse (weitgehend noch A. m. mellifera) auf die Carnica zu beobachten war.

 

In der Praxis kann die Vermischung dazu führen, dass Bienenvölker mit standbegatteten Buckfast-Königinnen von den Carnica-Drohnen wieder den intensiven Schwarmtrieb und umgekehrt Carnica-Völker ein geändertes (stärkeres) Brutverhalten erben.

Nach dem Tode Bruder Adams arbeiten weltweit namhafte Züchter auf privatwirtschaftlicher Basis an der Erhaltung und an der Weiterentwicklung dieser Zuchtrasse.

Um weiterhin gute Zuchtköniginnen zu erhalten arbeiten wir eng mit den Züchtern aus der „Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker“ zusammen.

 

Neben der instrumentellen Besamung nutzen wir dabei für die kontrollierte Begattung auch die Buckfast (Insel) Belegstellen.

Inder Bienenzucht ist es halt wie bei der Hundezucht: Bastarde können durchaus gute und liebenswerte Eigenschaften zeigen, Zucht wird jedoch nicht auf der Straße gemacht.


So bringen standbegattete F1 Königinnen durchweg gute Wirtschaftsvölker.
Bienenzucht im eigentlichen Sinne kann jedoch nur unter kontrollierten
Bedingungen zum Erfolg führen.

Leider gelingt diese Kontrolle nicht immer.
Selbst bei gut kontrollierter Auswahl der Elterntiere kommt es hin und wieder zu Fehlpaarungen  Als Ergebnis zeigen z.B. heute viele Königinnen von Carnicazüchtern bereits typische Farbzeichen der Buckfast.
Auch in anderen Eigenschaften nähern sich die Eigenheiten beider Rassen immer mehr an.

 


Aus all diesen Gründen
haben wir uns direkt für die Buckfast entschieden.


Ü
berzeugt von diesen Argumenten und den guten Eigenschaften unserer Königinnen haben wir in unserer Ortslage fast alle Imkerinnen und Imker mit kontrolliert angepaarten und vorselektierten Buckfastköniginnen für ihre Völker ausgestattet.

Durch Verbreitung dieser guten Buckfast-Königinnen unter den Mitgliedern des hiesigen Imkervereins sind die Kolleginnen und Kollegen durch die fast flächendeckende Haltung der Buckfastbiene heute wieder in der Lage durch eigene Nachzuchten und Standbegattung hervorragende und leicht zu bearbeitende, ertragreiche Wirtschaftsvölker zu führen.